Informationen zur Jägerprüfung in Niedersachsen
 
Die Jägerprüfung in Niedersachsen wird im gesamten Bundesgebiet anerkannt und braucht nicht am Hauptwohnsitz ablegt werden. Eine Änderung des Wohnsitzes oder eine Freistellung der Jagdbehörde ist deshalb nicht erforderlich.
 
Zur Prüfung zugelassen wird, wer

  •   spätestens 6 Monate vor der Prüfung das 15. Lebensjahr vollendet ha
  •   die erforderliche Zuverlässigkeit besitzt
  •   über eine ausreichende Haftpflichtversicherung für den Waffengebrauch verfügt

Die Jägerprüfung in Niedersachsen besteht aus:
 
1. der Schießprüfung
2. der schriftlichen Prüfung unter Aufsicht
3. der praktischen und mündlichen Prüfung im Revier
 
1. Schießprüfung
 
Die Schießprüfung in Niedersachsen beinhaltet drei Disziplinen. Sie findet in der Regel als erste Prüfung statt. Eine Wie-derholung kann am selben Tag oder eine Woche später erfolgen.
 
1. Disziplin Kugelschießen: 5 Schuss auf die Rehbockscheibe, Entfernung 100 m, Mindestkaliber 6,5 mm, Anschlag stehend angestrichen, Mindestleistung sind 25 Ringe von 50 möglichen.

2. Disziplin Kugelschießen: 5 Schuss auf den “laufenden Keiler”, Entfernung 50/60 m, Mindestkaliber .222 Remington, Mindestleistung sind 2 Wertungstreffer.

3. Disziplin Trap- oder Skeet-Schießen:
Dabei müssen von 15 Tontauben mindestens 5 Stück getroffen werden.

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2. Schriftliche Prüfung
 
Die rechtliche Grundlage für die Jägerprüfung in Niedersachsen ist die Verordnung über die Jäger- und Falknerprüfung in der jeweils gültigen Fassung. Als Grundlage für den schriftlichen Teil der Jägerprüfung ist ein Katalog mit ca. 2.700 Fragen im Antwort-Wahl-Verfahren (multiple-choice) erstellt worden. Inhaltlich ist der Fragenkatalog entsprechend in 5 Fachgebiete gegliedert.
 
Im schriftlichen Teil der Jägerprüfung erhält jeder Prüfungsbewerber einen Fragebogen mit 20 Fragen je Fachgebiet mit jeweils mehreren Antwortvorschlägen. Es können eine oder zwei Antworten richtig sein. Fragen, bei denen alle Antworten richtig oder falsch sind, kommen nicht vor. Die Beantwortungszeit für die Fragen eines Fachgebietes beträgt 30 Minuten.
 
3. Praktisch-mündliche Prüfung im Revier
 
Die praktische und mündliche Prüfung findet an einem Tag statt. Sie wird in einem geeigneten Jagdrevier abgehalten und erstreckt sich auf alle Fachgebiete. Zu Beginn werden auf dem Jagdhorn 5 Jagdsignale geblasen, aus denen der Prüfling die 3 sicherheitsrelevanten Leitsignale “Anblasen des Treibens”, “Treiber in den Kessel” und “Aufhören zuschießen” erkennen muss.

Wird ein Prüfungsteil nicht bestanden, so braucht ab Juli 2012 nur dieser Teil wiederholt werden.

 

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